Caravaggio: „I musicisti“ oder „Concerto“, 1597, Metropolitan Museum

Claudius Kamp | Blockflöte & Dulzian

Claudius Kamp

„La capella di Monteverdi“ - Claudius Kamp & Mirjam Luise Münzel


Biagio Marinis „Affetti musicali“ 1617 & Dario Castellos „Sonate concertate“ 1621 & 1629

Mirjam - Luise Münzel // Blockflöte & Violoncello

Claudius Kamp // Blockflöte & Dulzian
Bernhard Reichel // Chitarrone & Laute
Julius Lorscheider // Cembalo


24.9.2021 19 Uhr 

Kirche Berlin Altglienicke, Köpenicker Str. 35, 12524 Berlin

25.9.2021 19:30 Uhr

Dreifaltigkeitskirche Oldenburg, Cloppenburger Str. 23, 26135 Oldenburg 

26.9.2021 17 Uhr  

Waller Kirche Bremen, Lange Reihe 79, 28219 Bremen

03.10.2021 17.30 Uhr 

St- Markus- Kirche, Gabelsbergerstraße 6, 80333 München

https://www.muenchenticket.de/tickets/performances/ellttq8d74li/Affetti-musicali



„Der Dienst ist folglich höchst angenehm!“ - Monteverdi an Alessandro Striggio, 1620


Um 1600 erobert sich die Instrumentalmusik in Italien radikal neue Lebensräume. Sie tritt aus dem Schatten der menschlichen Stimme und schwelgt in ihren eigenen Stärken: Ambitus, Farbe, Dynamik, Rhythmik und Virtuosität!


Als Claudio Monteverdi 1613 die musikalische Direktion der Basilika San Marco in Venedig übernahm, bemühte er sich denn auch umgehend, die dortige Instrumentalmusik aufs Prächtigste auszubauen, in dem er beispielsweise die zuvor nur gelegentlich engagierten Instrumentalisten unter Vertrag nahm und ihnen ein festes Jahresgehalt zusicherte. 


Zwei dieser Musiker waren Biagio Marini und Dario Castello.


Angeregt vom expressiven, modernen Stil Monteverdis, schrieben sie eigene Kompositionen, die als Meilensteine in der Entwicklung der Instrumentalmusik gelten und den affektgeladenen Madrigalen des Meisters, selbst ohne Worte, in keiner Weise nachstehen. 


Das Motto unseres Konzerts ist Caravaggios Gemälde „Concerto“ oder „I musicisti“.

Es zeigt vier musizierende Jünglinge in klassischen Kostümen. Einer von ihnen, als Amor verkleidet, fasst nach Weintrauben, und macht damit deutlich: Die Musik verhält sich zur Liebe wie die Nahrung zum Leben.